Unter dem Titel "AFA®-Atemtherapie als Hilfe zur Selbsthilfe bei Stress und Burn­out im Lehrberuf" bietet die "Arbeits- und Forschungsgemeinschaft für Atempflege (AFA®)" die Teilnahme an einem Forschungsprojekt an.

Was will die Studie?

Berufsstress bei Lehrerinnen und Lehrern führt zu überdurchschnittlich häufigen psychosomatischen Störungen und frühzeitigem Ausscheiden aus dem Beruf. Die moderne Atemtherapie kann als ein geeignetes Verfahren betrachtet werden, um zumindest den verhaltensbedingten Stress zu reduzieren. Ziel des beabsichtigten Prä­ventionsprogramms ist es, die Teilnehmer/-innen durch die Entwicklung von Atem- und Körperbewusstheit dazu zu befähigen, ihre individu­elle Work-Life-Balance insgesamt bewusster zu gestalten. Sie lernen auch verschiedene Möglichkeiten der psycho­physi­schen Selbstdiagnostik kennen. Es interessiert der Nachweis der Wirksamkeit von AFA®-Atem­thera­pie im Lehrberuf. Diese Wirksamkeit wird – anhand unterschiedlicher Variab­len – über­prüft.
Die Projektdurchführung erfolgt in Berlin und in Oberbayern (Schwerpunkt München und Umgebung).
Die Studie wird wissen­schaftlich geleitet von Prof. Dr. Thomas Loew, Klinikum der Universität Regensburg, Schwer­punkt Psy­cho­soma­tik.

Die Senatsverwaltung für Bil­dung, Jugend und Sport in Berlin sowie das Kul­tusministerium des Freistaates Bayern unterstützen das Vorhaben.


Was erwartet die freiwilligen Teilnehmer/-innen?

Über eine von der Uni Regensburg betriebene Internet-Plattform (www.forschen.org) werden ihnen – nachdem sie eine Einverständniserklärung zur Teilnahme an der Studie unterzeichnet haben – zur anonymen Auswertung einige Fragebögen angeboten (Bearbeitungsdauer ca. 60 min. am PC). Anhand derer wählen wir geeignete Teilnehmer/-innen aus. Für die Studie geeignet sind diejenigen, die Belastungssymptome im Sinne eines Burnout bei sich wahrnehmen, aber noch nicht an einer definierten psychischen Erkrankung leiden. Mit diesem Fragebogenscreening möchten wir dabei helfen, dies heraus zu finden. Nach dem Ausfüllen der Bögen erhalten sie in jedem Fall eine unmittelbare anonyme elektronische Rückmeldung, wie der Zustand einzuschätzen wäre. Insgesamt werden dann für die 2. Projektphase (Gruppenangebot) jeweils ca. 200 Teilnehmer/-innen pro Region ausgewählt. Diese nehmen zwischen Januar und Juni 2006 über einen Zeitraum von max. 16 Wochen 1x wöchentlich an einem atemtherapeutischen Gruppen-/Einzelprogramm teil (Gruppenstärke bis 10 Personen). Der Wert der Programms, das für die Teilnehmer/-innen kostenfrei ist, entspricht je nach Setting bis zu 250 Euro pro Person.

Sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer, wir würden uns über Ihre Teilnahme freuen!
 

 
 


Wir über uns – Was ist die AFA®?

Einige Ärzte, die die große Bedeutung des Atems in der medizinischen Versorgung für den Menschen erkannt hatten, gründeten 1958 in Freudenstadt die "Arbeits- und For­schungs­ge­mein­schaft für Atempflege" (AFA®). Zu den Gründern gehörten u.a. Dr. Johannes Schmitt (Autor von “Atem-Heilkunst”) und Prof. Dr. Glaser, der spätere Begründer der Psychotonik. 1960 wurde der AFA® eine nicht-ärztliche Sektion angegliedert, die sich zur heutigen AFA® entwickelt hat. In der AFA® sind die wesentlichen Arbeitsansätze im Bereich der Atemtherapie vertreten. Sie arbeitet eng mit dem “Berufsverband für Atempädagogik und Atemtherapie e.V.” (BVA) zusammen, dem ca. 750 Mitglieder angehören. Von der AFA® sind insgesamt zehn Schulen verschiedener Richtungen als Ausbildungsinstitute anerkannt. Die Ausbildung dauert je nach Institut 3 bis 4 Jahre und schließt mit einer Prüfung und dem AFA®-Diplom ab. Neben ihren regelmäßigen Weiterbildungsseminaren betreibt und unterstützt die AFA® Forschungsprojekte, die sich mit der wissenschaftlichen Darstellung der Wirksamkeit von AFA®-Atemtherapie auseinandersetzen. Die aktuell vorbereitete Studie “AFA®-Atemtherapie gegen Stress und Burnout bei Lehrerinnen und Lehrern “, mit der sich die AFA® auch an der Ausschreibung des “Bundesministeriums für Bildung und Forschung” BMBF zum Thema Prävention beteiligt hat, kann jetzt dank einer großzügigen Spende der Mittelsten Scheid-Familienstiftung zeitnah realisiert werden
 

 
 

 

Was ist AFA® - Atemtherapie?

Die AFA® - Atemtherapie setzt an der leiblich, geistig-seelischen sowie der sozialen Einheit des Menschen an. Die Methode der AFA® - Atem­the­ra­pie erfasst:

Schulung der Empfindungsfähigkeit durch Körperspür- und Kon­takt­ar­beit
Zulassen des Atemflusses und dessen subjektiver Wahrnehmung
Übungen mit Stimme, Sprache und Gesang
Tonusregulation mit verschiedenen Interventionen
Wahrnehmung der Atembewegung
Arbeiten mit Dehnungen und Druckpunkten
direkte und indirekte Beeinflussung des Atemgeschehens
Kognitive Aufarbeitung der Wahrnehmungsveränderung auf der sub­jek­ti­ven psycho-physischen Ebene

 
   
  Wer sind die Ansprechpartner?  
     
  Sekretariat Prof. Dr. Thomas Loew
Klinikum der Universität Regensburg,
Schwerpunkt Psychosomatik
e-Mail: burnout@forschen.org
Fon: 0941 - 944 - 7240
Fax: 0941 - 944 - 7377
 
AFA® e.V. Geschäftsstelle
Wartburgstr. 41, 10823 Berlin
e-Mail: AFA.eV@t-online.de
Fon:  030 - 395 38 60
  (Di 9 - 13 h)
 
 
Regina Hornung, Atempädagogin
AFA® Bereichsleiterin Forschung
e-Mail: r.hornung@berlin.de
Fon: 030 - 22 60 59 73